Was wäre unsere Welt ohne die Tiere! Sie sind Weggefährten des Menschen und üben beinahe unmerklich ihre schützenden und hei-lenden Kräfte auf uns aus. So wie es kein Zufall ist, zu welchem Tier man sich hingezogen fühlt, so suchen auch Tiere die Nähe zu bestim-mten Menschen. Manchmal hat man sogar den Eindruck, das Tier hat einen Menschen adoptiert statt umgekehrt. Heimtiere leben in unserem familiären Energiefeld und spüren, wie es uns geht, was uns bewegt. Sie drücken es auf ihre Weise aus, und wir Menschen müssen ihre feinen Zeichen verstehen lernen.
Jedes Lebewesen ist beseelt, ob es nun ein Elefant oder ein Hamster ist. Die Seele des Tieres befähigt es, sich dem Menschenreich zu nähern, zu empfinden und sich zu entwickeln. Wir schenken einem Tier nicht nur unsere Zuneigung, sondern reichen ihm auch die Hand, uns Menschen besser zu verstehen und über das kollektive Tierbewusstsein hinaus zu wachsen.
Wie jedes Lebewesen, so durchlaufen auch unsere Heimtiere Entwicklungsstadien, die bisweilen mit Krankheit einhergehen, denn Krankheit hat zwei Seiten. Auf der einen Seite zeigt sich in der Krankheit ein Konflikt, der nach Lösung ruft. Auf der anderen Seite geht das Tier aus ihr gereift und um einige Erfahrung- en reicher hervor. Es gibt keine perfekte Gesundheit, sondern ein Wech-selspiel zwischen Stärken und Schwächen. In der Beziehung Mensch-Tier kommt noch etwas Besonderes hinzu: Das Heimtier spürt auch ungelöste Konflikte des Menschen und übernimmt manchmal diese Last, um es dem Menschen leichter zu machen. Wir sprechen dann von so genannten Pro-jektionen, die sich darin zeigen, dass Tier und Tierhalter die gleichen Krankheiten haben. Wird sich der Tierhalter dessen be-wusst und löst selber seine Konflikte, verschwindet auch die Krankheit bei seinem Tier fast so schnell wie sie gekommen ist. Natürlich kann es auch in der Persönlichkeit eines Tieres liegen, physisch oder psychisch zu erkranken. 
Wird ein Tier ernsthaft krank, sollte der Tierhalter unbedingt einen ganzheitlich praktizierenden Tierarzt aufsuchen, denn für ein Tier gilt das gleiche wie für einen Menschen: es ist immer das ganze Tier krank, es muss deshalb auch das ganze Tier behandelt werden und nicht nur seine Symptome. Da müssen auch viele Tierhalter umdenken! Körper, Psyche und Seele sind eine Einheit. Wenn das Tier aus dieser Balance fällt und vor allem chronisch krank wird, dann steht dahinter auch immer ein ungelöster Konflikt. Die Krankheit ist ein Hilferuf von Körper, Psyche und Seele, dass etwas nicht stimmig ist, dass ein Defizit, eine Schwä-che und ein Stau besteht. Wie sich das außen in der körperlichen Er-scheinung oder in der psychischen Verfassung des Tieres zeigt, mag verschieden sein. Aber es sind immer alle Ebenen betroffen.
Für den Tierhalter ist es auch wichtig, selbst etwas tun zu können, wenn er merkt: Meinem Tier geht es nicht gut, es ist niedergeschlagen, unerklärbar aggressiv, ängstlich oder trauert um jemanden. Aus solchen zunächst psychischen Problemen können körperliche Krankheiten werden. Deshalb ist es gut, erste Anzeichen verstehen zu lernen und Hilfen zur Hand zu haben. |